IEEM gGmbH - Institut für Umwelttechnik und Management an der Universität Witten/Herdecke
 

Dezentrale Abwasserverwertung zur Grünflächen-entwicklung am Beispiel Algerien


Projekttitel: Dezentrale Verwertung von Abwasser aus der Kanalisation zur Grünflächenentwicklung in ariden Stadtgebieten - Vorprojekt Algerien
Projektpartner: Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ)
Förderer: BMBF - PtWT+E
Kennzeichen: 02WD0417

 

In ariden und semiariden Stadtgebieten können die für das Lokalklima wichtigen Grünflächen und Straßenbäume nur bei künstlicher Bewässerung existieren. Die Flächen werden dabei oft mit dem knappen Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung beregnet. In trockenen Armutsregionen wird teilweise auch Rohabwasser unter völlig unkontrollierten Bedingungen zur Bewässerung verwendet, mit allen damit verbundenen hygienischen und ökologischen Nachteilen.

Im Rahmen des Projektes sollte exemplarisch für die Region Algier geklärt werden, unter welchen Randbedingungen eine kontrollierte Abwasserverwertung zur Grünflächen-entwicklung in Frage kommt.

Es wurden die Einsatzkriterien (Abwassertechnik, Topographie, Hygiene etc.) und ein Konzept für die kontrollierte Verwendung von nur grob vorbehandeltem Rohabwasser für die Grünflächenbewässerung entwickelt. Das Konzept umfasst drei Aspekte, nämlich eine standortgerechte Verwertung, eine verwertungsgerechte Handhabung und die handhabungsgerechte Aufbereitung des Rohabwassers.

In Zusammenarbeit mit der Hans Huber AG wurde ein Pilot-system zur dezentralen Rohabwasserverwertung direkt aus der Kanalisation konzipiert, das in einem Folgeprojekt (BMBF-FKZ 02WD0757) praktisch erprobt werden soll.
Irrigation of green stripes



Irrigation of green stripes

 

Download

Poster - Decentralized Reuse of Wastewater - HUBER-Symposium 2007 (PDF)