IEEM gGmbH - Institut für Umwelttechnik und Management an der Universität Witten/Herdecke
 

WAYS China

Projekttitel 1: Zukunftsfähige Technologien und Dienstleistungen für das Wasser- und Ressourcenmanagement am oberen Yantze in Sichuan, VR China
Projekttitel 2: M 5.1: Abwasserbehandlung und -wiederverwertung im Industriepark Longquanyi – Modulares Managementkonzept
Projektleiter: Prof. Dr. mult. Karl-Ulrich Rudolph
Projektpartner: Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW), Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen, Institut für Landschaftswasserhaushalt, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V., Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz der Technischen Universität Hamburg-Harburg, UTS Biogastechnik GmbH, LAR Process Analysers AG, SEBA Hydrometrie GmbH, ProMinent Dosiertechnik GmbH, WILO SE, Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft GmbH, Rur-Wasser-Technik GmbH
Förderer: BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) - PTKA-WTE
Kennzeichen: 02WCL1248D
Projektlaufzeit: August 2012 - Juli 2015


Projekthintergrund:

In China existieren zahlreiche Industrieparks/Sonderwirtschaftszonen, die teilweise in großer landesinterner Konkurrenz zueinander stehen. Niedrige Preise für Wasser, Boden und Energie stellen demnach wichtige Standortfaktoren dar. Vielfach entspricht insbesondere die Abwasserreinigung in den chinesischen Industrieparks nicht dem Stand der Technik bzw. die vorhandenen Kapazitäten sind nicht ausreichend. Ein zentraler Grund hierfür ist, dass der Ausbau der Entsorgungsinfrastruktur nicht mit dem schnellen industriellen Wachstum mithält. So wünscht sich die chinesische Seite überzeugende technische Lösungen, die innovativ und zuverlässig sind, aber zeitgleich nicht die Wettbewerbsfähigkeit der Industrieparks gefährden.

Projektziel:

Vor diesem Hintergrund ist es das übergeordnete Ziel dieses Teilprojektes, am Beispiel der Industriezone Longquanyi in Chengdu, ein modulares Konzept zur Industrieabwasserbehandlung zu entwickeln, das einen Beitrag zum besseren integrierten Wasserressourcenmanagement leistet, in dem es sowohl die Entnahme von Wasser aus dem System als auch die Belastung des Systems durch die spätere Einleitung von nicht gereinigtem/nur minimal behandeltem Abwasser reduzieren soll. Im Endeffekt soll so ein Toolkit (Best Practice Guide) erstellt werden, mit dessen Hilfe die Betreiber der Industriezone ihr Konzept für die Abwasserreinigung situativ gestalten und anpassen können.

Arbeitspakete:

Das im Rahmen von Teil 1 des Teilprojekts M5 (M5.1) zu entwickelnde Konzept soll modular aufgebaut sein, damit es auch bei Veränderungen in den niedergelassenen Industrien anwendbar bleibt und an geänderte Rahmenbedingungen leichter angepasst werden kann.

Zu den Aufgabenpaketen gehören:

  • AS.1 Datenerhebung & Zustandserfassung des Status quo
  • AS.2 Aufstellung eines Katalogs mit möglichen technischen Bausteinen für die Abwasserbehandlung, Abwasserwiederverwertung und Biogasgewinnung
  • AS.3 Darstellung von (Re-) Finanzierungsmodellen
  • AS.4 Untersuchung der institutionellen Rahmenbedingungen
  • AS.5 Formulierung eines modularen Managementkonzepts in Form eines Best Practice Guide (30 Seiten).